Meinungen:

Dr. Berthold Saloman:

Daß der Genuß eines guten Glas Wein grundsätzlich zum Wohlbefinden beiträgt, äußert sich bereits im Trinkspruch: "Zum Wohl" oder "Gesundheit"!

Was der Weintrinker damit seit Alters her zum Ausdruck bringen will – nämlich die positiven Auswirkungen maßvollen Weinkonsums auf das Wohlbefinden und die Gesundheit des Menschen – wird in jüngerer zeit durch eine Vielfalt wissenschaftlicher Studien eindrucksvoll bestätigt.

Auch der bekannte österreichische Arzt Prof. Ludwig Prokop hat sich seit langem mit dieser Thematik beschäftigt und kann den positiven gesundheitlichen Wert der "Medizin Wein " bestätigen.

Doch wie sagte schon der mittelalterliche Arzt Paracelsus:     Auf die Dosis kommt es an!

Dieser Satz gilt wohl für kein anderes Thema so sehr, wie für "Wein und Gesundheit". Selbstverständlich schadet übermäßiger Weingenuß; darauf kann nicht oft genug hingewiesen werden. Wichtig ist also, daß jeder selbst (s)eine ehrliche Grenze zieht!

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Prof. DDDr. Ludwig Prokop:

Ob Wein als das älteste Genußmittel der Menschheit sich positiv oder negativ auf Leib und Seele auswirkt, hängt entscheidend von seiner Qualität, der getrunkenen Menge und dem richtigen Zeitpunkt ab. Niemand leugnet die schweren medizinischen und sozialen Probleme, die der Alkoholismus mit sich bringen kann - an denen Wein am wenigsten beteiligt ist.

Die Verteufelung des Weins, in dem manche nur den Alkohol sehen, ist daher sicher nicht berechtigt. Gerade die moderne Weinforschung hat, was viele weinfeindliche Sektierer nicht wahrhaben wollen, eindeutig bewiesen, daß Wein nicht nur die Gesundheit, sondern auch die Lebensqualität deutlich verbessern kann.

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Herzinfarkt:

In Frankreich sterben vergleichsweise weniger Menschen an Herzinfarkt als in den USA. Dieses Faktum konnte man sich anfänglich nicht erklären, da doch die Amerikaner als weitaus gesundheitsbewußter gelten als die Bewohner des Mutterlandes guten Essens – Frankreich.

Nun hat man die Ursache des – mittlerweile "Französisches Paradoxon" genannten – Phänomen gefunden: Der Rotweinkonsum der Franzosen ist schuld!

Warum? Hauptursache für einen Herzinfarkt ist die mangelnde Versorgung des Herzmuskels mit sauerstoffreichem Blut infolge einer Verengung der zum Herz führenden Arterien. Diese Verengungen werden durch eine Ablagerung ("Verkalkung") von Cholesterin (ein Blutfett) in der Blutbahn hervorgerufen, wobei sich noch zusätzlich Blutgerinnsel in diesen Engstellen anlagern können – ein richtiger Pfropfen entsteht.

Rotwein kann dem in mehrfacher Weise erfolgreich entgegenwirken: Die Gerbstoffe des Weines verhindern die Oxidation von Cholesterin, wodurch die Gefahr der Anlagerung an die Innenwand des Blutgefäßes minimiert wird. Darüberhinaus verhindern die Gerbstoffe zusammen mit dem Alkohol die Bildung von Blutgerinnsel und können sogar eine gewisse Dehnung der Blutgefäße bewirken!

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Wein und Gewicht:

Sicherlich, viel Alkohol bedeutet Gewichtszunahme, aber wußten Sie, daß man mit Wein auch abnehmen kann?

Bereits in den 20er–Jahren des 19. Jahrhunderts hat der Arzt Johann Schroth die nach ihm benannte "Schroth –Kur" entwickelt. Dabei handelt es sich um eine intensive Entschlackungskur, die aus einer kochsalz- und fettfreien sowie eiweißarmen Diät besteht und durch einen Wechsel von Trink- (trockener Weißwein und Wasser) und Dursttagen gekennzeichnet ist. Der Wein entwickelt hier- zusammen mit der starken "Ausleitung" der Haut durch Schwitzpackungen- hervorragend seine entgiftende Wirkung und beeinflußt positiv Blutdruck, Blutfette (Cholesterin und Triglyceride) sowie Harnsäure.

Ganz allgemein ist es möglich, daß der Stoffwechsel durch mäßigen Weinkonsum angeregt wird, wodurch sich in der Folge die Stoffwechselrate erhöht- sprich, es zu einer Gewichtsabnahme kommt.

Auch bei Fettsucht, Gicht, Zuckerkrankheit sowie Haut- und Atemwegserkrankungen werden derartige Kuren mit Erfolg eingesetzt. Wein kann also ein wichtiger teil von Abmagerungs- und Entschlackungskuren sein. Extra trockene Weine (< 4 g/l Restzucker; siehe Hinweis am Etikett) eignen sich auch für den Diätplan von Diabetikern!

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Verdauung:

Aromastoffe (der Duft), Mineralstoffe, die Säure und der Alkohol des Weines bewirken eine verstärkte Speichelabsonderung und Magensaftsekretion.

Deshalb wird Wein- besonders der mit intensivem Duft und ausgeprägtem, aromatischen Charakter- bereits seit sehr langer Zeit als Aperitif betrunken bzw. gegen Appetitlosigkeit eingesetzt.

Im Magen regt der Alkohol des Weines vor allem die Pepsinproduktion an (Pepsin ist ein Verdauungsenzym). Weiters wird die Sekretionsleistung der Bauchspeicheldrüse und der Galle erhöht, wodurch die Leistung des gesamten Verdauungsapparartes steigt (und auch das Risiko der Bildung von Gallensteinen sinkt).

Wein läßt sich sogar als "Medizin" bei häufigen Störungen des Verdauungssystems einsetzten: So lindern junge, frische Weißweine (z.B. Typ Grüner Veltliner) oder auch der noch gärende Jungwein ("Sturm") lästige Verstopfungsprobleme, während hingegen gerbstoffreiche Rotweine erfolgreich zur Therapie von Durchfall eingesetzt werden können.

Der letztgenannte Effekt beruht vor allem auf der desinfizierenden und bakterientötenden Wirkung von Wein im Magen- Darm- Trakt.

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Gehirn und Nervensystem:

Mäßiges, aber regelmäßiges Weintrinken kann dem altersbedingten Abbau der Gehirnfunktionen vorbeugen, wie sich in einer langfristig angelegten Studie mit rund 4000 über 65jährigen eindeutig ergab. Demzufolge erhalten mäßige Weintrinker im Alter ihre geistige Frische länger als Abstinenzler!

Zwei  Achterl Wein pro Tag reduziert nach den Aussagen der Studien den Alterungsprozeß um mehr als ein Drittel.

Die weiteren Auswirkungen von verantwortungsbewußtem Weinkonsum auf das Nervensystem sind vor allem psychischer Natur: generell werden von Außen auf Sinne einwirkende Eindrücke leichter aufgefaßt.

Diese Steigerung der Kreativität machte sich schon J.W. Goethe zunutze, der als besonderer Freund und Kenner des Rebensaftes galt.

Die bereits beim Thema "Herzinfarkt" beschriebene Weitung der Blutgefäße durch den Weinkonsum bewirkt weiters eine verstärkte Durchblutung und somit auch verbesserte Sauerstoffversorgung des Gehirns. Darin kann die Hauptursache für die oben dargestellten positiven Wirkungen gesehen werden!

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Die Liebe:

Neben dem Nervensystem besitzt der Körper noch ein zweites "inneres Regelungssystem", nämlich die Hormone. Hormone sind eine Art Botenstoffe, die an bestimmten Stellen im Körper (z.B. Schilddrüse, Bauchspeicheldrüse, Zwischenhirn oder Sexualdrüsen) gebildet werden und spezifische Wirkungen auslösen.

Mäßiger Weinkonsum regt das gesamte hormonale System- und somit auch die Produktion von Sexualhormonen an.

Darüberhinaus beeinflußt der Alkohol die Östrogenproduktion und kann deren Wirkung verstärken- somit kann Wein mithelfen, die Wechselbeschwerden der Frau durch Hebung des Östrogenspiegels zu lindern.

Von Bedeutung ist auch die Wirkung des Weingenusses auf die Schilddrüse: durch die verstärkte Aktivität derselben erhöht sich die Widerstandskraft gegen Schnupfen und Influenza, gegen rheumatische Beschwerden und ganz allgemein gegen Streß!

Übrigens: Die gerne behauptete Schädigung der Samenzellen durch Wein wird von der Wissenschaft nicht bestätigt, auch werden keine Auswirkungen auf die Empfängnis beschrieben.

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Abwehrkräfte:

Das menschliche Immunsystem wird von einer Vielzahl an Faktoren beeinflußt.

Die positive Wirkung des Weingenusses auf das menschliche Immunsystem beruht auf seiner Fähigkeit der Entgiftung bestimmter Stoffwechselprodukte von Bakterien bzw. auf der Tatsache, daß Mikroorganismen durch Alkohol (und durch die im Wein enthaltenen Säuren und Gerbstoffe) in ihrer Lebensfähigkeit beeinträchtigt werden können.

Somit kann Wein ein hervorragend geeignetes vorbeugendes Mittel gegen Darminfektionen, z.B. bei reisen in ferne Länder (Abtötung von Colibakterien und Staphylokokken) sein.

Seine Wirkung als "Desinfektionsmittel" entfaltet der Wein auch im Atmungssystem und kann somit vorbeugend gegen Erkältungskrankheiten wirken.

In diesem Zusammenhang sei auch auf die generelle Anregung des Atmungssystems hingewiesen: Durch eine Vertiefung und Beschleunigung der Atmung kommt es zu einem besseren Lufttransport im Bronchialsystem und einer erhöhten Sauerstoffzufuhr.

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Kreislauf:

Wie bereits beim Thema "Herzinfarkt" erwähnt, hilft der Genuß von Wein, insbesondere von Rotwein, bei der Verhinderung von Arteriosklerose (Verengung der Blutgefäße durch Ablagerungen, z.B. von Cholesterin).

Neben der Verhinderung der Ablagerung hat Wein auch einen Einfluß auf die Dehnbarkeit der Gefäßwände, was ebenfalls der Arteriosklerose entgegenwirkt.

In diesem Fall wirkt allerdings nicht so sehr der Alkohol, sondern Fraktionen aus der Gruppe der Gerb-, Farb- und Aromastoffe (die beim Rotwein dominant sind).

Ein krankheitsbedingt (oder auch in der Rekonvaleszenzphase - Genesung) niedriger Blutdruck kann so durch Weingenuß angeregt und stabilisiert werden.

Doch Achtung! Übermäßiger Alkoholkonsum scheint ein Hauptauslöser der "Volkskrankheit" Bluthochdruck zu sein!"

Übrigens: Das beim Weinkonsum spürbare "Wärmegefühl" entsteht zwar auch durch die Gefäßerweiterung, jedoch sind davon nur die Hautgefäße betroffen, weniger die Gefäße, welche innere Organe versorgen.

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Links:

Forum Wein und Gesundheit

Buchtips:

Täglich Wein, Dr.oec.troph. Nicolai Worm, Hallwag Verlag

Lebenselexier Wein, Prof. Ludwig Prokop, Leopold Stocker Verlag Graz

Wein - Genuß und Gesundheit, Dr. Klaus Jung, Woschke Verlag Mainz

Die Heilkräfte des Weins, Manfred Köhnlechner, Herbig Verlag München

 

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Quelle: Broschüre "Die gesundheitlichen Aspekte des Weingenusses" unter anderem auch mit Statements von Dr. Berthold Salomom, ÖWM und Prof. DDDr. Ludwig Prokop

Gehirn und Nervensystem
Weingenuß kann zur Verlangsamung des altersbedingten Abbaus der Gehirnfunktion beitragen und steigert Kreativität und    Phantasie!
Die Liebe
Wein stimuliert das hormonale System, hilft bei der Milderung von Wechselbeschwerden und unterstützt die Schilddrüsenfunktion!
Abwehrkräfte
Wein kann durch seine bakterizierte Wirkung ein effektives "Desinfektionsmittel" sein und stärkt das menschliche Immunsystem!
Kreislauf
Wein wirkt der Arteriosklerose entgegen und wirkt anregend und stabilisierend auf niederen Blutdruck!
Meinung von Experten

Dr. Berthold Saloman, Geschäftsführer der Österreichischen Weinmarketingservice GesmbH (ÖWM)
Prof. DDDr. Ludwig Prokop, Sportmediziner

Herzinfarkt
Rotwein kann die Verstopfung der Blutgefäße verhindern und senkt dadurch erheblich das Herzinfarktrisiko!
Wein und Gewicht
Wein kann ein wichtiger Bestandteil von Abmagerungs- und Entschlackungskuren sein!
Verdauung
Wein fördert die Sekretion von Speichel sowie Magen- und Darmsaft, erhöht die Produktion von Verdauungsenzymen und  hilft bei Verstopfung und   Durchfall!

Die gesundheitlichen Aspekte des Weingenusses

Links
Buchtips